Aktuelle Ereignisse 2016/2017

Fachgespräche im August 2016 in Riga

Der weit über Lettland hinaus als „Barock-Autorität” anerkannte Imants Lancmanis, Restaurator von Schloss Rundale, berät den Stiftungsrat und den Dresdener Orgelbauer Kristian Wegscheider, der von der Stiftung mit der Vorbereitung der Rekonstruktion betraut ist. Zusammen mit dem lettischen Organisten und Komponisten Aivars Kalejs werden wichtige Forschungen zu der ursprünglichen Kloosen-Orgel nach wie vor fortgesetzt.

Ebenso unterstützt auch Professor Ojars Spārītis, früherer Kulturminister, Präsident der Lettischen Akademie der Wissenschaften, das Projekt ausdrücklich, und im März wurde es der lettischen Kulturministerin Dace Melbārde vorgestellt.

Fachgespräche im August 2016 in Riga; (Foto 1 & 2: v.l.n.r.) Dr. Klaus Wittmann, Kristian Wegscheider, Dr. Imants Lancmanis, Peteris Blums
Erfolgreiche Tage in Riga (9. Februar 2017)

Klaus Wittmann, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Orgel-Stiftung Petri-Kirche Riga und Vorsitzender des Fördervereins Orgel Petri-Kirche Riga e.V. hatte einige aktive Tage in Riga. Neben dem Kennenlernen von Bürgermeister Nils Ušakovs und einem ausführlichen Gespräch mit Erzbischof Janis Vanags war der Höhepunkt die Einladung durch die lettische Präsidialkanzlei, an einem festlichen Ereignis teilzunehmen: Am Nachmittag des 9. Februar 2017 wurde der Platz vor der Petri-Kirche, die ja die Reformationskirche Rigas ist, durch den deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck und den lettischen Staatspräsidenten Raimonds Vējonis in „Reformationsplatz” umbenannt.

Anschließend gab es in der Kirche eine Ansprache durch den Erzbischof, die Enthüllung einer Gedenktafel zur Erinnerung an die 1522 in Riga begonnene Reformation sowie Reden der beiden Präsidenten. Unter dem Epitaph seines Urururururgroßvaters Adam Hinrich Schwartz (Rigas Bürgermeister 1740-62) und angesichts der leeren Orgelempore konnte Klaus Wittmann dem Bundespräsidenten von seiner Familiengeschichte und besonders von dem Projekt der Rekonstruktion der Barockorgel von 1734 berichten.  Der Präsident zeigte sich sehr interessiert und lobte das Engagement – ganz im Geiste seiner vorherigen einfühlsamen Rede über das deutsch-baltische Verhältnis mit seinen Höhen und Tiefen. Auch mit dem lettischen Staatspräsidenten konnte Wittmann sprechen und eine eingehendere Information über das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verabreden.

Vorher müssen allerdings bestimmte – in der früheren Phase der Stiftungsarbeit lange versäumte – „Hausaufgaben” erledigt werden: das bautechnische Gutachten, für dessen Vorbereitung jetzt die Rigaer Behörden „grünes Licht” gegeben haben. Es wird von dem renommierten lettischen Architekten Peteris Blums gefertigt, dem künftigen Projektmanager für das Rekonstruktionsprojekt, und zwar im engen Benehmen mit dem Dresdner Orgelbauer Kristian Wegscheider.

[Link zur Seite des deutschen Bundespräsidenten]           

Die vom Dresdener Orgelbauer Kristian Wegscheider zur Spendenbüchse umfunktionierte Orgelpfeife tat gute Dienste und war neben Flyern, gra-
fischen „Displays”, Übersichten, Fotos, Filmen sowie einer kontinuierlichen Diashow ein guter Blickfang. Die Mehrzahl der Mitglieder des Fördervereins betreuten nach einem Schichtplan den Stand. Alle gewannen das ermuti-
gende Gefühl, dass unser Projekt eine Zukunft hat und auf Interesse stößt.
Der Evangelische Kirchentag 2017 in Berlin – „Du siehst mich”:
Eine Ermutigung für das Orgelprojekt !

Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag stellen sich auf dem „Markt der Möglichkeiten” stets Hunderte von Institutionen, Initiativen und Gruppen mit politischen, sozialen, theologischen, ökologischen, kulturellen Themen vor.

Auch der vor einem Jahr gegründete Förderverein Orgel Petri-Kirche Riga e.V. beteiligte sich mit einem Informationsstand vom 25. bis 27. Mai in den Berliner Messehallen. Im Rahmen seiner Satzungsaufgaben (Unterstützung der Rigaer Orgel-Stiftung Petri-Kirche) informierte er an-
schaulich über das Projekt der Rekonstruktion der barocken Kloosen-Orgel von 1734 und über den Stand der vorbreitenden Arbeiten.

Es war eine wunderbare Erfahrung, wie viele Besucher sich für das Projekt interessierten – angezogen entweder von der Stadt „Riga” (in der sie schon waren oder bald mal hinwollten, mitunter aber auch familiäre Wurzeln hatten). Viele begeisterte das Instrument „Orgel”. Sie fanden unser Projekt interessant, berichteten aber auch über Erfahrungen mit eigenen Orgel-Projekten in ihren Gemeinden. Immer gab es angeregte Gespräche, auch Fachsimpeleien, viele Fragen und große Sympathie.

Überdies war es vielleicht eine Fügung, dass
sich gegenüber unserem Stand der große Stand
„Fundraising” mit Experten von EKD, Landes-
kirchen und Fundraising-Akademie befand.
Dort haben wir erste Gespräche geführt und weitere Kontakte angebahnt, die uns sicher helfen werden, unsere vielen Ideen und Kontakte zu systematisieren, so dass wir zielstrebiger und professioneller vorgehen können beim Einwerben von Geldern für das Orgelprojekt.
Vortrag vor der Carl-Schirren-Gesellschaft in Lüneburg

Am 23. Sept. 2017 fanden im Brömse-Haus in Lüneburg die 68. Deutsch-baltischen Kulturtage („Carl-Schirren-Tag”) statt. Im Rahmen der Mitgliederversammlung hatte der Vorsitzende unseres Fördervereins, Dr. Klaus Wittmann, die Gelegenheit, den Stand des Projekts einer Rekonstruktion der Barockorgel von Gottfried Kloosen vorzutragen. [mehr]

"Kloosen-Orgel" international – ein Vortrag in Porto

Die Rekonstruktion der Kloosen-Orgel war im August 2017 ein Thema auf dem "6th International Scientific Meeting for Sound and Musical Instrument Studies" in Porto (Portugal). Als Repräsentant der lettischen Stiftung und des Fördervereins nahm der Orgelbauer Kristian Wegscheider teil. Veranstalter war die "National Assoiation for Musical Instruments" (kurz: ANIMUSIC). [mehr]

Dia-Show zum
Kirchentag in Berlin